Das schwedische Wetter (17.07.2018)

Es ist nicht zu fassen: der Winter war nicht nur richtig kalt er bescherte uns auch gigantische Schneemassen. Das Schneeschippen war anstrengend und im April hatte ich die Lust daran verloren. Mit dem Anstieg der Temperatur schmolz er dann dahin, der letzte Schneerest rund ums Haus verschwand am 24.4., die letzte Eisplatte auf dem Grässjön am 27.4. Der Mai schenkte uns Sonne und Hitzerekorde - der Sommer übertraf bei weitem den Juli 2017, sowohl mit ausdauerndem Sonnenschein als auch mit Temperaturen über 20 °C am Abend. Die Trockenperiode begann und bis auf kleinere Regenschauer ist es bis heute trocken geblieben. Ein Temperaturrekord jagt den nächsten, nicht nur die Wiese ist inzwischen braunes Stroh, selbst das Unkraut verdorrt auf breiter Ebene. Ich bin heilfroh, dass wir dieses Jahr erst die Vorbereitungen für ein großes Gemüsebeet mit Gewächshaus begonnen haben. Wenn wir die 200 qm bereits bepflanzt hätten und jetzt permanent bewässern müssten würden sich große Panik verbreiten ob das Wasser tatsächlich reicht. Wahrscheinlich würden die Pflänzchen inzwischen ziemlich verkümmert die Köpfe hängen lassen.

Die größte Gefahr besteht aktuell durch die Waldbrände. Die Nachrichten berichten von mehr als 60 Bränden, von der EU wurde Hilfe angefordert, die sechs Hubschrauber aus Norwegen reichen nicht aus, die Feuerwehren sind gnadenlos überfordert und es ist weiterhin kein Regen in Sicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich morgens über strahlenden Sonnenschein und Sommerhitze nur noch stöhnen würde!